Gefährliche Volkskrankheit Bluthochdruck

Blutdruckmessung

Bild von tomwieden auf Pixabay

Unser Herz pumpt lebenslang das Blut im Kreislauf durch unseren Körper. Dabei wird ein bestimmter Druck erzeugt, der ausreicht, um alle Organe im Körper gut zu versorgen. In einem gewissen Maße ist dieser Blutdruck variabel. So brauchen wir bei körperlicher Anstrengung einen höheren Druck als bei Ruhe. Allerdings muss der Blutdruck innerhalb gewisser Grenzen bleiben. Der obere Messwert sollte nicht über 140, der untere nicht unter 80 liegen.

Je niedriger der Blutdruck, desto schonender ist das für Herz und Blutgefäße. Hoher Blutdruck greift die Gefäße an, sie werden steif und brüchig, können leichter platzen oder verstopfen – die Gefahr für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Herzleistungsschwäche steigt.

Unter allen Industriestaaten leiden in Deutschland die meisten Menschen an Hypertonie, also an erhöhtem Blutdruck. Das Tückische: Man spürt ihn nicht, seine Folgen treten erst nach einigen Jahren auf, sind dann aber nicht mehr so leicht rückbildbar. Wie es zum Bluthochdruck kommt, ist noch gar nicht richtig erforscht. Was wir aber wissen: Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol, Nikotin und Drogen können zur Entstehung von Bluthochdruck führen. Übergewicht, mangelnde Bewegung, Stress sowie fett- und salzreiche Ernährung begünstigen die Hypertonie ebenfalls.

Man kann also selbst einiges tun, um dem Bluthochdruck vorzubeugen, manche setzen auch begleitend auf Mittel der Naturheilkunde. Aber grundsätzlich ist Bluthochdruck viel zu gefährlich, um ihm allein mit Entspannung, Bewegung oder Johanniskraut zu begegnen.

Erreichen Werte konstant gefährliche Höhen, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin blutdrucksenkende Medikamente verordnen. Die sind zwingend notwendig, da sich die Risiken sonst nicht beherrschen lassen. Die Häufigkeit, mit der ein Schlaganfall auftritt, liegt bei 3 % pro 12 Monaten, das bedeutet für die Bevölkerung von Brüggen etwa 480 solcher Ereignisse pro Jahr. Ereignisse, die die Lebenserwartung und Lebensqualität der Betroffenen in aller Regel deutlich verschlechtern.

Bei Bluthochdruck sollten Sie deshalb immer der ärztlichen Verordnung folgen. Auch dann, wenn Sie nicht so gerne Medikamente einnehmen. Wichtig: Falls Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber. Aber setzen Sie niemals blutdrucksenkende Medikamente eigenmächtig ab!

Übrigens – wer kein eigenes Messgerät hat, kann den Blutdruck in jeder Apotheke messen lassen. Allerdings hat eine einzelne Blutdruckmessung nur geringe Aussagekraft. Sollte ein erhöhter Wert ermittelt werden, ist es wichtig, einige weitere Male zu messen. Optimale Ergebnisse liefert eine Langzeitmessung über 24 Stunden.

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